Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Namensführung nach einer Scheidung

divorce

divorce, © PA Wire

22.01.2018 - Artikel

Einleitung

Haben Sie bei einer früheren Eheschließung den Familiennamen Ihres damaligen Ehepartners angenommen und möchten Sie – nach einer Scheidung – Ihren davor geführten Namen oder Ihren Geburtsnamen wieder annehmen, ist dies durch Abgabe einer Namenserklärung möglich.

Erfolgte Ihre Scheidung vor einem deutschen Familiengericht, können Sie bei der Botschaft oder bei einem unserer Honorarkonsuln eine Namenserklärung zur Wiederannahme Ihres vor der Eheschließung geführten Namens oder Ihres Geburtsnamens abgeben. Leben Sie nicht im Einzugsbereich der Botschaft setzen Sie sich bitte mit einem unserer Honorarkonsuln in Verbindung.

Unterlagen

Folgende Dokumente sollten Sie zur Abgabe der Namenserklärung im Original bitte mitbringen:

  • Ihren Reisepass
  • Ihre Geburtsurkunde
  • Ihre Heiratsurkunde
  • Die Bescheinigung über Ihre Namensführung in der Ehe, falls diese Information nicht aus der Heiratsurkunde ersichtlich ist
  • Ihr (deutsches) Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk
  • Ihre Meldebescheinigung (Abmeldebescheinigung) aus Deutschland
    Informationen zum Melderecht
  • "Utskrift av opplysninger registrert i det sentrale Folkeregisteret", eine Meldebescheinigung von Folkeregisteret auf dem die Staatsangehörigkeit registriert ist. Anleitung zur Bestellung der Utskrift
  • Ein vollständig und sorgfältig ausgefülltes Antragsformular, s. Downloads
  • Die Gebühr, bezahlbar per Karte in EUR oder bar in NOK Gebühren

Terminvergabe

Um lange Wartezeiten bei der Abgabe Ihrer Namenserklärung zu vermeiden, vereinbaren Sie bitte einen Termin erst wenn Ihnen die o.a. Dokumente vollständig vorliegen. Leben Sie nicht im Einzugsbereich der Botschaft setzen Sie sich bitte mit einem unserer Honorarkonsuln in Verbindung.

Bitte klicken Sie hier um Informationen über unser Terminvergabesystem zu erhalten und um einen Termin zu buchen.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Ihre Namenserklärung u.U. nicht bearbeitet werden kann, sofern die oben genannten Unterlagen unvollständig sind. Sie müssen daher davon ausgehen, dass bei unvollständigen Unterlagen eine erneute Vorsprache mit vorheriger Terminvereinbarung nötig ist.

Anerkennung der Scheidung in Deutschland

Erfolgte Ihre Scheidung nicht vor einem deutschen Familiengericht muss sie zunächst in Deutschland anerkannt werden. Ist die Scheidung in Norwegen erfolgt, muss von der zuständigen Behörde in Deutschland, im Regelfall die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin, ein Anerkennungsverfahren für den deutschen Rechtsbereich erfolgen. Die Anerkennung ist z.B. für eine erneute Eheschließung oder eine Namensänderung notwendig. Der Antrag auf Anerkennung der Scheidung wird über die Botschaft gestellt.

Unterlagen

In der Regel sind folgende Unterlagen im Original oder in beglaubigter Kopie vorzulegen:

  • norwegische Scheidungsentscheidung (skillsmissebevilling)
  • Heiratsurkunde der aufgelösten Ehe
  • Geburtsurkunde des Antragstellers
  • Pass
  • Einkommensnachweis zur Berechnung der Verwaltungsgebühren

Fremdsprachige Dokumente müssen mit Übersetzung in die deutsche Sprache durch einen staatlich anerkannten Übersetzer vorgelegt werden. Die Beglaubigung der Unterschrift auf dem Antrag und die Beglaubigung der Kopien kann nur durch den Honorarkonsul oder den Notarius Publicus erfolgen. Ausführliche Informationen zur Beglaubigung finden Sie unter dem Link in der rechten Spalte.


Auch bei Aufenthalt in Norwegen kann die Ehe in Deutschland geschieden werden.

Allgemeine Informationen

Ein neuer Reisepass oder Personalausweis kann grundsätzlich erst dann ausgestellt werden, wenn die Namenserklärung von dem zuständigen deutschen Standesamt bearbeitet und über sie entschieden wurde. Mit einer Bearbeitungszeit von mind. 3 Monaten ist zu rechnen. In diesem Zeitraum können und müssen Sie den bisherigen Reisepass weiter benutzen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass sämtlichen Dokumenten, die nicht in deutscher Sprache (oder im internationalen Format) abgefasst sind, eine von einem vereidigten Übersetzer angefertigte Übersetzung beigefügt sein muss.

Namenserklärungen werden ab 01. Januar 2018 beim Standesamt des letzten Wohnortes in Deutschland bearbeitet. Die deutsche Botschaft kann nicht gewährleisten, dass englische Übersetzungen von allen Behörden in Deutschland anerkannt werden. Erfahrungsgemäß werden aber englische Übersetzungen von vielen Standesämtern akzeptiert, aber nicht immer. Erkundigen Sie sich bitte im Zweifelsfall bei Ihrem Standesamt in Deutschland.

Sämtliche Urkunden, die nicht von einer deutschen oder norwegischen Behörde oder in einem CIEC-Mitgliedstaat ausgestellt wurden, müssen mit einer Apostille oder einer Legalisation der zuständigen Behörde versehen sein.

Sofern Sie Urkunden und Registerauszüge aus Deutschland benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an die Behörde, die das Dokument ursprünglich ausgestellt hat. Viele Unterlagen können Online nach Norwegen bestellt werden. Die Botschaft kann für Sie keine Dokumente bestellen.

Zur Beantragung norwegischer Urkunden und Registerauszügen können Sie sich über folgenden Link an die zuständigen norwegischen Behörden wenden: www.skatteetaten.no

Die Gebühren für die Namenserklärung kann bar in NOK oder per Visa- oder MasterCard in EUR bezahlt werden.

Gebühren

Die Botschaft weist vorsorglich darauf hin, dass die Gebühren bei unseren Honorarkonsuln höher sein können.

Ja, wir benötigen die Abmeldebescheinigung, auch wenn Sie seit beträchtlicher Zeit außerhalb Deutschlands wohnen. Die Abmeldebescheinigung kann von Ihrem letzten Meldeamt in Deutschland bestellt werden.

Wenn Sie im Ausland geboren sind und noch nie in Deutschland gelebt haben, müssen Sie keine Abmeldebescheinigung mitbringen.

Melderecht


Downloads

Füllen Sie bitte diese Zusatzerklärung aus, wenn Sie in Deutschland gemeldet sind.

Verwandte Inhalte

nach oben