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Apostille / Legalisierung

Foto eines Stempels

Foto eines Stempels, © colourbox

08.03.2018 - Artikel

Die „Haager Apostille“ ist – ebenso wie die Legalisation - die Bestätigung der Echtheit einer öffentlichen Urkunde.

Apostille

Öffentliche norwegische Urkunden (z.B. Geburts- und Heiratsurkunden oder Gerichtsurteile) werden von Behörden in Deutschland häufig nur anerkannt, wenn ihre Echtheit oder ihr Beweiswert besonders festgestellt ist. Gleiches gilt umgekehrt für die Anerkennung deutscher Urkunden in Norwegen. Dies erfolgt im Rechtsverkehr zwischen Deutschland und Norwegen durch die Apostille.

Für die Erteilung der Apostille auf norwegischen Urkunden ist der fylkesmann zuständig. Die Adressen und örtlichen Zuständigkeiten sind im Internet  abrufbar - unter www.fylkesmannen.no

Für die Erteilung der Apostille auf deutschen Urkunden für die Anerkennung in Norwegen ist zu unterscheiden, ob die Urkunde von einer Bundes- oder Landesbehörde erteilt wurde.

Bei Urkunden von Bundesbehörden und –gerichten ist grundsätzlich das Bundesverwaltungs­amt in Köln (Referat II B 4, 50728 Köln) zuständig.

Für Urkunden von Landesbehörden und –gerichten besteht keine einheitliche Zuständigkeit.

Im Allgemeinen sind hierfür zuständig

  • für Urkunden der Justizverwaltungsbehörden, der Zivil- und Strafgerichte und der Notare die jeweiligen Landesjustizministerien oder die Land- und Amtsgerichtspräsi­denten sowie
  • für Urkunden anderer Gerichte oder für Urkunden anderer Verwaltungsbehörden die Landesinnenministerien oder die Regierungspräsidien.


Es wird daher empfohlen, sich im Zweifelsfall bei der Behörde, die die Urkunde erstellt hat, zu erkundigen, wer für die Erteilung der Apostille zuständig ist. Bitte beachten Sie auch, dass die Apostille in der Regel nur auf Urkunden, die nicht älter als 6 Monate sind, angebracht werden darf.

CIEC-Abkommen

Geburts- und Heiratsurkunden sowie Ehefähigkeitszeugnisse, die von einem der jeweiligen CIEC-Vertragsstaaten nach dem mehrsprachigen CIEC-Muster ausgestellt wurden, benötigen zur Verwendung in Deutschland weder eine Apostille noch eine Legalisation. Sofern Ihre Urkunden in einem der folgenden Staaten in der mehrsprachigen CIEC-Version ausgestellt wurden, können Sie die Urkunden daher ohne Weiteres problemlos in Deutschland verwenden.

Folgende Urkunden sind betroffen:

  • Mehrsprachige Geburts- und Heiratsurkunden aus Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Estland, Frankreich, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien und der Türkei.
  • Mehrsprachige Ehefähigkeitszeugnisse aus Deutschland, Italien, Luxemburg, Moldau, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweiz, Spanien und der Türkei.

Urkunden aus allen anderen Ländern müssen im Regelfall mit einer Apostille oder einer Legalisation vorgelegt werden. Dies auch dann, wenn die Urkunde in einer mehrsprachigen Form ausgestellt wurde.


Allgemeine Informationen zum Urkundenverkehr

Für deutsche Urkunden wird die „Haager Apostille“ von einer dazu bestimmten deutschen Behörde ausgestellt. Diese sind je nach Bundesland unterschiedlich. Auf der nachfolgend eingestellten Seite können Sie unter „Deutsche öffentliche Urkunden zur Verwendung im Ausland“ nachsehen, bei welcher Behörde Sie die Apostille bekommen.

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