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Namenserklärung

Sollte eine der folgenden Aussagen auf Sie zutreffen, müssen Sie vor der Beantragung des Passes noch eine Namenserklärung abgeben:

  • Sie haben geheiratet und möchten einen neuen Reisepass oder Personalausweis, ausgestellt auf den neuen Namen, beantragen.
  • Sie möchten als verheiratete Eltern, die keinen gemeinsamen Ehenamen führen, erstmalig einen Reisepass oder Personalausweis für Ihr Kind beantragen.
  • Sie möchten als nicht miteinander verheiratete Eltern einen Reisepass oder Personalausweis für Ihr Kind beantragen.
  • Sie und Ihr Ehepartner möchten einem Kind aus einer früheren Ehe den gemeinsamen Ehenamen erteilen.
  • Ihre Ehe wurde geschieden und Sie möchten einen neuen Reisepass oder Personalausweis auf den Namen beantragen, den Sie vor Ihrer Ehe geführt haben.
  • Sie beantragen zum ersten Mal einen deutschen Reisepass. Bisher wurde Ihr Nachname nicht nach deutschem Recht bestimmt.

Für deutsche Staatsangehörige unterliegt die Namensführung ausschließlich deutschem Namensrecht. Die nach deutschem Recht mögliche Namensführung kann von der Namensführung abweichen, die auf norwegischen Personenstandsurkunden oder Ausweisdokumenten eingetragen ist. Eine in Norwegen durchgeführte Namensänderung hat keine Auswirkungen auf Ihren nach deutschem Recht geführten Namen. Sie müssen also eine Namenserklärung abgeben, wenn Sie Ihren "norwegischen" Namen in Deutschland führen möchten.

Ein neuer Reisepass oder Personalausweis kann grundsätzlich erst dann ausgestellt werden, wenn die Namenserklärung von dem zuständigen deutschen Standesamt bearbeitet und über sie entschieden wurde. Mit einer Bearbeitungszeit von mind. 3 Monaten ist zu rechnen. In diesem Zeitraum können und müssen Sie den bisherigen Reisepass weiter benutzen.

Namenserklärungen werden direkt im Standesamt des letzten Wohnsitzes in Deutschland bearbeitet. Die Dokumente müssen von der Botschaft oder von einem Honorarkonsuln beglaubigt werden. Es bleibt den Standesämtern in Deutschland überlassen, weitere Unterlagen einzufordern. Die Botschaft kann auch keine Gewähr bezüglich Sachbearbeitungszeit übernehmen.  

Bitte beachten Sie, dass für die Abgabe einer Namenserklärung alle ausländischen Urkunden übersetzt werden müssen. Bei in Norwegen geborenen Kindern sollte daher direkt eine internationale Geburtsurkunde beantragt werden. Diese ist mehrsprachig und muss nicht mehr übersetzt werden.

Die Gebühren für die Namenserklärung kann bar in NOK oder per Visa- oder MasterCard in EUR bezahlt werden.

Gebühren

Die Botschaft weist vorsorglich darauf hin, dass die Gebühren bei unseren Honorarkonsuln höher sein können.

Möchten Sie Ihren Namen ändern, obwohl Ihr Personenstand sich nicht geändert hat, geht das in Deutschland nur über eine öffentlich-rechtliche Namensänderung. Die Anerkennung einer vor den norwegischen Behörden erfolgten Namensänderung mit Wirkung für den deutschen Rechtsbereich ist nicht möglich.

Eine öffentlich-rechtliche Namensänderung ist nach deutschem Recht nur dann möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund könnte z.B. darin liegen, dass Ihr Familienname anstößig oder lächerlich klingt, oder dass Schwierigkeiten bei der Schreibweise oder der Aussprache wesentliche Behinderungen verursachen. Zuständig für die Annahme und Bearbeitung Ihres Antrags auf öffentlich-rechtliche Namensänderung ist die unterste Verwaltungsbehörde (z.B. Gemeinde- oder Stadtverwaltung, Landratsamt) an Ihrem deutschen Wohnort oder, sofern Sie in Deutschland nicht mehr gemeldet sind, an Ihrem letzten Wohnort in Deutschland. Dies auch dann, wenn Sie bereits mehrere Jahre nicht mehr in Deutschland gemeldet sind.

Der Antrag auf eine öffentlich-rechtliche Namensänderung muss schriftlich gestellt werden. Eine besondere Form ist hierfür nicht vorgeschrieben, die Botschaft empfiehlt jedoch die Beglaubigung Ihrer Unterschrift. Ein Antragsformular für die öffentlich-rechtliche Namensänderung von Einzelpersonen finden Sie unten. Für die Beglaubigung Ihrer Unterschrift in der Botschaft werden Gebühren erhoben. Ebenso fallen in der zuständigen Verwaltungsbehörde in Deutschland Gebühren für die Bearbeitung Ihres Antrags auf Änderung Ihres Namens an. Diese können bis zu 1.022 Euro betragen, im Falle einer Ablehnung Ihres Antrag kann die Gebühr bis zur Hälfte dieses Betrags betragen.

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